Tierarztpraxis - Dr. Tina Wenisch
Staupe:
Staupe ist eine Viruserkrankung. Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt, aber auch durch Einschleppen mit Schuhen und Kleidung. Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber, Augen- und Nasenausfluß und Nahrungsverweigerung. Man unterscheidet drei Formen: Darmstaupe, Lungenstaupe und nervale Staupe. Der Verlauf ist oft tödlich oder es bleiben lebenslange Schäden zurück.
Impfung normalerweise ab der 8. Lebenswoche
 
Hepatitis:
Die Ansteckung erfolgt direkt oder indirekt über Kleidung. Die Tiere haben hohes Fieber und starke Bauchschmerzen. Viele sterben an der Erkrankung.
Impfung ab der 8. Lebenswoche
 
Parvovirose:
Besonders häufig auftretende Erkrankung, insbesondere bei Tieren aus dem östlichen Ausland, deren Impfung fraglich ist. Die Erkrankung verläuft rasant und kann schnell tödlich enden. Sie ist gekennzeichnet durch blutige Durchfälle und hohes Fieber.
Impfung normalerweise ab der 8. Lebenswoche
 
Zwingerhusten:
Faktorenerkrankung; zum einen verschiedene Erreger (Parainfluenzaviren und Bordetellen), zum anderen klimatische Bedingungen (Feuchtigkeit und Durchzug). Haltung mehrerer Hunde auf engem Raum (Zwinger) wirkt begünstigend. Erkrankung beginnt mit Nasenausfluß und quälendem Husten, der sich bis zur Lungenentzündung entwickeln kann.
Impfung ab der 8. Lebenswoche
 
Leptospirose:
Bakterielle Erkrankung (syn.: Stuttgarter hundeseuche, Weilsche Krankheit). Zum Teil auch für den Menschen gefährlich! Hunde, Ratten, Mäuse und Tümpel als mögliche Ansteckungsquelle. Die Krankheit beginnt mit abnormer Müdigkeit, schwankendem Gang. Später kommen Fieber, Erbrechen, Durchfall und Schädigung der Leber und Niere hinzu.
Impfung ab der 8. Lebenswoche
 
Tollwut:
Für alle Säugetiere gefährlich! Das Virus wird über Bise infizierter Tiere übertragen. Es greift das Nervensystem an und ruft Aggressivität, Wesensveränderung und Lähmungen hervor. Tollwut gehört zu den anzeigepflichtigen Krankheiten und unterliegt staatlicher Kontrolle. Behandlungsversuche von tollwutkranken oder -verdächtigen Tieren sind verboten! In einem solchen Fall kann die Tötung angeordnet werden, es sei denn, dass Tier ist nachweislich regelmäßig geimpft.
Impfung ab der 12. Lebenswoche
 
Borreliose:
Durch Zecken übertragene Erkrankung. Die Krankheit beginnt oft Tage oder Wochen nach dem eigentlichen Zeckenbiss. Die Symptome sind unspezifisch: Mattigkeit, Appetitlosigkiet, Fieber. Später setzen Gelenksentzündungen mit wechselnden Lahmheiten ein. Im weiteren Verlauf können auch andere innere Organe geschädigt werden.
Seit 2010 gibt es einen neuen Impfstoff, der eine höhere Sicherheit gegen Borreliose ermöglicht.
Impfung ab 12. Lebenswoche
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